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Geschichte Thailands

 

Geschichtliche Perioden

  • Vorgeschichte und Wanderungsperiode
  • Das Königreich von Sukhothai (13. – 14. Jh.)
  • Das Königreich von Ayutthaya (15. Jh. – 1767)
  • Thonburi-Periode (1767-1782) als Übergangszeit zur
  • Dynastie der Chakri (1782 bis Gegenwart, auch Rattanakosin)

Vorgeschichte

Die Geschichte der frühen Thaivölker liegt weitgehend im Dunkeln. Die Forscher gehen davon aus, dass sie ab dem 6./7. Jahrhundert n. Chr. über Generationen hinweg aus dem südlichen China über die kleineren Nebenflüsse weiter nach Süden vordrangen. Sie kamen somit kaum in Kontakt mit der eingesessenen Bevölkerung, die entlang der tiefeingeschnittenen großen Flüsse wie Maekong und Salween siedelte. Es handelte sich weniger um eine Eroberung als mehr um eine Übernahme per Revolution.

 

Das Reich von Sukhothai (1238 bis 1350)

(1275–1298). Geschickt formte dieser Herrscher aus den verschiedenen kulturellen Einflüssen ein einheitliches Gebilde, das er mit kriegerischen und diplomatischen Mitteln auf Kosten der Khmer erweiterte. Es beruhte auf einer Ordnung, die von den mongolischen Herrschern abgeleitet war, auf einer Kultur, die aus der Assimilation mit den Khmer entstand. Sie hatte im religiösen Bereich den singhalesischen Sukhothai gilt als die Wiege des heutigen Thailand. Und als dessen Vater gilt der König RamkhamhaengBuddhismus als Grundlage, der von den Mon übernommen wurde.

 

Das Reich von Ayutthaya (1350 bis 1767)

Über vier Jahrhunderte lang bestimmte Ayutthaya die Geschichte Südostasiens wesentlich mit und wurde in dieser Zeit durch 33 Herrscher geführt. Rama Thibodi kämpfte zunächst erfolgreich gegen die Khmer, eroberte Angkor und vertrieb den Khmer-König nach Laos. Er ließ nach dem Vorbild von König Ramkhamhaeng ein Gesetzbuch verfassen, das sich als Codex unter Beachtung der Thai-Sitten an hinduistische Quellen anlehnte. Gleichzeitig sorgte er für den Bau von Tempeln und für die Einführung des Theravada-Buddhismus, um sich von den hinduistisch beeinflussten Khmer abzugrenzen.

Thonburi-Periode (1767 bis 1782)

Mit 500 Getreuen konnte der chinesisch-stämmige General Paya Tak (Taksin) der birmanischen Verheerung entgehen. Der noch regierende König Ekathat wurde umgebracht. Taksin sammelte über 5.000 Kämpfer und ließ sich in der neuen Hauptstadt Thonburi nieder. Seine Hauptaufgabe war jetzt der Wiederaufbau des Reiches und die Rückeroberung der durch die Birmanen nur schwach besetzten weiten Landstriche Siams. 1776 eroberte er Chiang Mai, zwei Jahre später Vientiane. Das Khmer-Reich wurde wieder zum Vasallen Siams. Jedoch verfiel Taksin zunehmend dem Wahnsinn und verhängte zahlreiche Todesurteile gegen Menschen aus seiner Umgebung. Nach einer Verschwörung wurde er von Palastpersonal mit Samt umhüllt, weil niemand den König berühren durfte, und mit einer Keule aus Sandelholz auf den Kopf geschlagen, damit sein Blut nicht vergossen wird. Nach seinem Tod (mit dem die Thonburi-Zwischenzeit endet) wurde sein fähigster General Phraya Chakri von seinem Feldzug gegen Burma zurückgerufen und bestieg am 6. April 1782 als König Rama Thibodi oder Rama I. den Thron.

Die Chakri-Dynastie (1782 bis heute)

Als Begründer der Chakri-Dynastie baute Phra Phuttayodfa Chulalok einen neuen Palast auf der Thonburi gegenüberliegenden Seite des Flusses Maenam Chao Phraya (siehe Rattanakosin). Der Palast bildete gleichzeitig den Ursprung des modernen Bangkok. König Phuttayodfa setzte die von Taksin begonnene Restauration des Reiches fort. Die kambodschanischen Provinzen Mongkolborei, Sisophon und Korat fielen an Thailand. Im Süden dehnte er das neue Reich bis Terengganu (heute in Malaysia) aus. Der König setzte sich zum Ziel, die alte Pracht von Ayutthaya auf die neue Hauptstadt zu übertragen. Dazu werden Khlongs (Kanäle) ausgehoben und prächtige Tempel geschaffen.